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Grenzen setzen - wie du lernst "Nein" zu sagen

Grenzen sind nicht nur ein Konstrukt von außen, wir müssen sie selbst für uns definieren und sie sogar manchmal unserem eigenen Wohl zu Willen verteidigen. Aber „einfach“ nein sagen, ist leichter gesagt als getan. In diesem Blogpost angelehnt an unsere Podcastfolge #16 geht es darum wie du es schaffst deine persönlichen Grenzen zu erkennen und sie zu setzen.

 

Die Ursprünge erkennen

Wir haben in der Kindheit oft gehört, dass wir nicht egoistisch sein sollen und anderen Mitmenschen, vor allem Familie und Freunden helfen und sie unterstützen sollen. Aber ein gesundes Maß an Egoismus ist wichtig und genau da kommen auch die persönlichen Grenzen ins Spiel. Mithilfe von klarer Kommunikation können wir diese unseren Mitmenschen freundlich aber bestimmt mitteilen, damit andere sie auch verstehen und respektieren können.

Dabei müssen wir keine Angst vor Ablehnung fürchten, eine ehrliche Begründung reicht aus, indem du beispielsweise einfach sagst, dass du etwas nicht möchtest, damit dein Gegenüber dich und deine Bedürfnisse besser verstehen kann. Ehrlich zu sein kommt außerdem besser an, als dann schlussendlich etwas zu tun, womit du nicht glücklich bist. Das merken die anderen Beteiligten meistens nämlich trotzdem. 

 Grenzen setzen, nein zu sagen, ist ein ganzer Satz

Konflikte vermeiden durch Grenzen setzen

Auch Konflikte entstehen eher, wenn du zu etwas ja sagst, wobei du dich eigentlich gar nicht wohlfühlst oder woran du keinen Spaß hast. Du solltest deine Grenzen auch nicht aus einem Harmoniebedürfnis heraus überschreiten bzw. überschreiten lassen. Hier hilft auch ein respektvoller Umgang mit sogenannte „gewaltfreie Kommunikation“ die dabei hilft, auf die Bedürfnisse des oder der Anderen einzugehen und sie mit Einfühlungsvermögen zu verstehen und anzunehmen und auch eine verbesserte Selbstwirksamkeit spürbar.

Es geht nämlich nicht darum, immer einer Meinung sein. Authentizität ist das Zauberwort und du selbst musst auch zu deinen gesteckten Grenzen stehen, damit Andere sie respektieren können. Oft lassen wir uns zu etwas von Freundinnen oder Freunde überreden oder zu etwas einladen, worauf wir in Wirklichkeit keine Lust haben.

Auch im engsten Kreis ist es wichtiger denn je deine Grenzen zu erkennen, aber wie funktioniert das? 

 Grenzen setzen

Wie erkenne ich meine Grenzen?

Ein wertvolles und oft unterschätztes Tool ist unser Bauchgefühl: Wo oder wobei fühlst du dich wohl und wo nicht? Das kann sowohl physisches als auch psychisches Wohlbefinden umfassen. Höre in dich hinein, wann hast du möglicherweise ein mulmiges Gefühl, diese Situation wäre wohl besser zu vermeiden. Erkenne, aber akzeptiere auch deine Grenzen. Glaubenssätze wie „Ich muss alles allein schaffen“ können zu Überarbeitung und gesundheitlichen Problemen führen.  Lass dir auch von anderen helfen und unter die Arme greifen. Die Arbeit gemeinsam macht sowieso viel mehr Spaß.  

Wenn jemand deine persönliche Grenze unbewusst überschritten hat, lasse es diese Person bestimmt aber höflich wissen, oft ist man unachtsam und bemerkt nicht, dass man jemandem vielleicht zu nahe gekommen ist, aber wenn die Person gegenüber das nicht sagt, hat man auch keine Chance es beim nächsten Mal besser bzw. nicht mehr zu machen. 

Um deine Grenzen besser kennenzulernen, definiere auch deine Ziele und Wünsche, dadurch kannst du herausfiltern, was dich ihnen näher bringt bzw. wozu du dann auch „nein“ sagen kannst, denn wenn du weißt, was für dich in Ordnung ist und was nicht, gewinnst du an Selbstbewusstsein und kannst besser für dich und deine Werte einstehen. 

 Wie kann ich Grenzen setzen?

Grenzen setzten zusammengefasst

Damit du deine eigenen Grenzen besser definieren kannst, möchten wir dir noch folgendes mit auf den Weg geben und zusammenfassen:

  • Nur wenn du deine Grenzen selbst kennst, können Andere diese auch beachten.
  • Höre auf dein Bauchgefühl, wenn dich jemand um einen Gefallen bittet oder dich zu etwas einladen möchte, hast du ein unwohles Gefühl in der Magengegend? Dann solltest du am besten höflich ablehnen.
  • Akzeptiere deine Grenzen, auch was deine Aufgaben anbelangt. Was kannst du allein schaffe und was nicht? Wobei brauchst du Hilfe, damit es dir langfristig gut geht und du dich nicht überarbeitest?
  • Zelebriere den Lernprozess beim Grenzen setzen. Die Chinesische Mauer wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Jedes Mal, wenn du es schaffst deine eigenen Grenzen klar und höflich zu kommunizieren, können andere diese respektieren und sowohl du, als auch die andere Person ist schlussendlich zufriedener mit der Situation. 

 

Übung

Damit du deine Wünsche, Ziele und Träume definieren und somit auch deine Grenzen erkennen kannst, schließe nun an das Lesen dieses Beitrags eine kurze Atemübung an.

Schließe nun noch einmal kurz deine Augen wenn du möchtest und nimm ein paar tiefe Atemzüge. Verinnerliche dabei das eben von dir gelesen oder höre dir parallel noch einmal unsere Podcastfolge an.

Probiere doch deine vielleicht neu erworbenen Kompetenzen zum Thema Grenzen setzen direkt heute mal aus. 

Wir wünschen dir dabei viel Erfolg!

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