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Morgenroutine: Starte ausgeglichen in deinen Tag

Bei einer Morgenroutine geht es darum, sich eine Art ‚Lücke’ für sich selbst zwischen dem Aufstehen und dem tatsächlichen Tagesbeginn zu schaffen. Viele Leute lieben es, sich ihre eigene Morgenroutine zu erstellen und jeden Tag gut gelaunt und entspannt in den Tag zu starten. Andere bevorzugen es hingegen, am Morgen flexibel zu sein. Sie möchten sich nicht zusätzlich einen Plan und eine strenge Routine für den Morgen erstellen oder deshalb früher aufstehen.

Aber was genau steckt hinter einer Morgenroutine? Musst du sie überhaupt richtig planen? Und gibt es so etwas wie ‚den optimalen Start in den Tag‘ überhaupt? 

 

Wofür ist eine Morgenroutine gut?

Vielleicht kennst du das Sprichwort „Ich bin heute mit dem falschen Fuß aufgestanden.“ Dieses Sprichwort verdeutlicht, dass der Morgen unser Gehirn auf den folgenden Tag primed. Unter Priming versteht man in der Psychologie die Verarbeitung eines Reizes, die vom vorherigen Reiz abhängig ist. Das bedeutet, dass implizite Gedächtnisinhalte in deinem Gehirn aktiviert werden, sobald du an eine bestimmte Sache denkst oder dir eine bestimmte Situation widerfährt. Wenn du nun also - wie vorhin erwähnt - mit dem “falschen Fuß” aufgestanden bist, also wenn du mit einem negativen Gedanken oder einer unangenehmen Situation deinen Tag gestartet hast, ist es wahrscheinlich, dass dein Gehirn genau diese Situation oder diesen Gedanken mit allen anderen negativen Ereignissen oder Stimmungslagen verknüpft. Nun könnte es dir den ganzen Tag nicht mehr so leicht fallen, aus diesen impliziten Gedächtnisinhalten, also durch Reize, die durch den allerersten Reiz deines Tages entstanden sind, herauszutreten.

Die ersten paar Minuten - man sagt ca. die ersten 30 Minuten - deines Tages primen demnach deinen ganzen Tag. Das Priming ist vor allem am Anfang des Tages sehr aktiv, da dein Gehirn meistens noch in einem Alpha-Zustand schwingt. Diese Frequenz im Gehirn ist der Zustand zwischen leichter Entspannung und deinem Wachzustand - der Beta-Schwingung.

Wenn du noch leicht döst oder dich auch noch an deine Träume erinnern kannst, bist du noch in der Alpha - Gehirnfrequenz. Genau jetzt findet das Priming für deinen Tag statt, da dein Unterbewusstsein all deine Gedanken und Umwelteindrücke aktiv aufnimmt und du noch nicht so sehr am Außen orientiert bist. Verschiedene Forschungen zeigen aber, dass das Frontalhirn bei manchen Menschen mehr als 20 Minuten braucht, um aus dieser Schwelle tatsächlich in einen Wachzustand zu kommen. Stresse dich daher also nicht zu sehr, wenn es dir nicht besonders leicht fällt, eine stetige Morgenroutine in deinem Leben zu etablieren.

Eine Routine ist nämlich eine gute Form, um sich selbst Struktur zu schaffen. Sie hilft uns dabei, diszipliniert und gleichzeitig voller Tatendrang zu bleiben. Oft hemmen wir uns mit Routinen aber, aus unserer Komfortzone zu treten und auch etwas Neues zu probieren. Deine Morgenroutine darf also auch - so wie du - flexibel bleiben und dich dabei unterstützen, dich selbst immer wieder neu zu entdecken. 

Du kannst dich also durch den Aufbau, den Bruch und die neue Entfaltung deiner persönlichen Gewohnheiten und Routinen immer wieder neu erfinden.

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Tipps für deine persönliche Morgenroutine

  • Frage dich zuallererst: Wie fühlst du dich morgens? Wie gehst du generell mit Routinen um? Wichtig ist, dass du deinen Morgen deinen Bedürfnissen entsprechend gestaltest.
  • Probiere je eine Gewohnheit am Morgen für eine ganze Woche lang aus und schreibe dir danach auf, wie du dich gefühlt hast. Vielleicht findest du dadurch eine spezielle Routine all der positiven neuen Gewohnheiten für dich. Vielleicht variiert sie aber auch immer wieder. Wichtig ist, dass es DIR dabei gut geht.
  • Achte darauf, dass du dich am Morgen noch nicht mit äußeren Reizen konfrontieren lässt. Lasse dein Handy noch ausgeschaltet. Lese dir noch nicht die Nachrichten durch. Konzentriere dich auf deine inneren Reize und verankere dich in dir selbst.

Starte den Tag mit positiven Gedanken. Stelle dir den Tag genauso vor wie du ihn gerne hättest. Freue dich darauf und sei dankbar für alles, was du in deinem Leben hast. 

 

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Komponenten für eine erfolgreiche Morgenroutine

Du kannst dich auch an diesem kleinen Wortspiel orientieren. Bei der perfekten Morgenroutine geht es darum, dass wir Zeit, also TIME für uns haben. Höre einmal in dich hinein, welche Komponenten dich ansprechen. Was möchtest du in nächster Zeit ausprobieren? Vielleicht findest du schon ganz bald damit deinen persönlichen “optimalen” Start in den Tag. 

T – Thankfulness: Dankbarkeit am Morgen hilft dir, jetzt bereits zufrieden und dankbar zu sein, für alles, was du in deinem Leben hast. Frage dich: Für welche drei Dinge bin ich jetzt dankbar?

I – Inspiration: Wissen und Inspiration hilft uns, in uns selbst zu investieren. Fehlt es dir momentan an Inspiration? Nimmst du dir genug Zeit für neues Wissen? Vielleicht möchtest du dir in Zukunft jeden Tag am Morgen eine Podcastfolge anhören über ein Thema deiner Wahl und dein Wissen erweitern?

M – Meditation: Meditation bedeutet nicht unbedingt, tief zu atmen und stillzusitzen. Es geht darum, dass du dir Zeit dafür nimmst, in dich hin einzuhören. So oft fragen wir andere, wie es ihnen geht. Fragst du dich selbst oft genug? Wie fühlst du dich jetzt gerade? 

E – Exercise: Sport und Bewegung helfen dir deine Stimmung aufzuhellen und deine Konzentrationsfähigkeit zu stärken. Auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft, bevor dein Tag beginnt, befreit deinen Kopf und steigert deine Konzentrationsfähigkeit. 

Kleine Dinge, wie zum Beispiel, genug Wasser zu trinken, das Fenster zu öffnen oder dein Bett zu machen, können deine Motivation und Willenskraft schon morgens fördern. Das wichtigste ist: finde etwas, was sich FÜR DICH gut anfühlt! Denn nur du weißt, wie die perfekte Morgenroutine für dich aussieht.

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