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Podcast-Talk: 5 Tipps, wie du deine Komfortzone verlassen kannst

Wir alle kennen sie. Unsere Komfortzone ist ein Ort, an dem wir uns geborgen und wohl fühlen. Doch die wahre Magie des Lebens geschieht außerhalb ihrer Grenzen. 

In diesem Beitrag wollen wir die Welt außerhalb deiner Komfortzone erkunden und uns darüber austauschen, wie du es schaffst, die Komfortzone zu verlassen

 

Was ist die Komfortzone?

Jeder Mensch verfügt über einen individuellen Bereich seiner Verhaltens- und Reaktionsweise, in dem er sich wohl und geschützt fühlt.

Die bekannte Autorin von psychologischen Texten und Speakerin Brené Brown formulierte die Komfortzone einmal wie folgt: 

„[Unsere Komfortzone ist ein Ort] Wo unsere Unsicherheit, Knappheit und Verletzlichkeit minimiert werden - wo wir glauben, dass wir Zugang zu genug Liebe, Essen, Talent, Zeit und Bewunderung haben werden. Wo wir das Gefühl haben, etwas Kontrolle zu haben.”

Auch wird die Komfortzone oft mit der Abwesenheit von Angst in Verbindung gebracht. 

Unser gesamtes Leben hinweg, sind wir jedoch in einigen Situationen dazu veranlasst, diesen geschützten Raum zu verlassen. Je nach Entwicklungsstand fällt es dem einen vielleicht leichter diese Hürde zu überwinden, manche tun sich hingegen schwerer. 

Für unsere persönliche Weiterentwicklung ist es aber förderlich und in gewisser Weise auch notwendig, die Komfortzone, den gewohnten Bereich, zu verlassen und sich auf etwas Neues einzulassen, etwas auszuprobieren, fremde Dinge kennenzulernen und sich so weiterentwickeln zu können. Denn das Leben besteht aus stetiger Veränderungen und man sollte sich nicht nur von äußerlich induzierten Veränderungen leiten lassen, sondern auch selbstständig solche herbeiführen. Dieser Prozess der Weiterentwicklung passiert unbewusst sowieso, denn wir erfahren immer wieder neue Erlebnisse und Gegebenheiten, die uns dazu herausfordern, zu wachsen und unsere Komfortzone zu verlassen. Die bewusste Entscheidung, diesen Schritt auch zu gehen, liegt aber bei uns.

 Komfortzone verlassen - Komfortzonenmodell, Tipps

Die Herausforderung, wenn du deine Komfortzone verlässt

Oft ist es aber nicht so einfach, diese bewusste Entscheidung tatsächlich zu treffen. Die Schwierigkeit, aus eigener Kraft die Motivation zu finden sich aus etwas gewohntem loszulösen liegt unter anderem daran, dass sich in unserem Gehirn im Laufe der menschlichen Entwicklung das sogenannte limbische System entwickelt hat, was maßgeblich an der Umsetzung unserer vermeintlich selbstständig getroffenen Entscheidungen beteiligt ist. Das limbische System ist die Quelle unserer Emotionen. Angst, die uns davon abhält unsere Komfortzone verlassen zu können, kann epigenetisch angeboren sein oder auch erlernt worden sein - durch unsere Umwelt oder unsere persönlichen Erfahrungen. Zuständig dafür ist die Amygdala in unserem Gehirn. Diese will uns davor schützen, dass wir noch mehr dieser Erfahrungen machen.

Bei manchen Menschen ist dieser Mechanismus aus biologischen Gründen stärker ausgeprägt, bei anderen weniger stark. Merke dir also, dass es vollkommen normal ist, nicht automatisch und in jedem Moment aus deiner Komfortzone treten zu wollen. Diese Komfortzone ist quasi unser Nest aus angeeigneten Gewohnheiten. Neue Gewohnheit zu schaffen, ist daher nicht immer einfach, denn wir müssen tatsächlich unsere Gehirnbahnen und damit auch unser limbisches Gehirn wie, bei einem Muskel, um trainieren.

 

Überlege dir selbst einmal:

Ertappst du dich häufig dabei, in alte Gewohnheiten zu verfallen?

Bist du bereit, mutig diesen neuen Muskel zu trainieren, der neue Gewohnheiten in dir auslösen wird?

Das limbische System will uns nämlich in Sicherheit wissen und bringt uns dazu, dass wir uns weiterhin so verhalten wie bisher, um uns keinen neuen potenziellen Gefahren auszusetzen, die jede Veränderung mit sich bringen könnte. Jedoch ist diese Strategie vom limbischen System, in der sich immer schneller verändernden modernen Welt von heute, nicht mehr ganz zeitgemäß und hinderlich. 

Oft verharren wir dann in unserem Wohlfühlbereich und trauen uns nicht etwas zu verändern, beispielsweise einen neuen Job zu beginnen, in eine neue Stadt zu ziehen oder etwas im privaten Umfeld zu reformieren, obwohl wir in der Situation eigentlich unglücklich sind.

Wie oft hast du dir schon etwas vorgenommen, zum Beispiel mehr Sport zu treiben, häufiger zu lesen oder weniger Zeit auf Social Media zu verbringen und dann fällt es dir trotz der Entschlüsse unheimlich schwer, diese neuen Gewohnheiten zu etablieren. 

Man muss dem limbischen System also nach und nach beibringen, dass es wichtig ist, neue Erfahrungen zu machen und sich Herausforderungen zu stellen, da diese zur persönlichen Weiterentwicklung beitragen. 

Genauso wie es sich an das gewohnte und Routinen gewöhnt hat, wird es sich dann auch daran gewöhnen, dass du immer öfter neue Dinge ausprobierst und über deinen Schatten springst. Jeden Tag über deinen Schatten zu springen bedeutet nämlich auch, dadurch ein neues Leben für dich zu gestalten. Ein Leben, das deinen Vorstellungen entspricht. Überlege dir mal, wie dieses Leben in fünf Jahren aussehen würde, wenn du dich täglich pushen würdest, mutig deine Komfortzone zu verlassen und neue Verhaltensweisen in deinem Leben zu etablieren.

 

Talk 

Im folgenden Interview sprechen Almut und Lena darüber, wie sie die Komfortzone erleben und damit umgehen

Almut:
"Was meinst du Lena, wie kann uns das gelingen? Es hat ja auch immer ein bisschen was mit der eigenen Persönlichkeit zu tun wie mutig wir sind, um uns von dem Gewohnten zu lösen, die Kontrolle abzugeben und uns auf etwas Neues einzulassen. "

Lena:
"Das sehe ich auch so. Wie du anfangs gesagt hast, fällt es manchen leichter und anderen schwerer. Ich denke es kommt auch darauf an, wie stark die eigene Achtsamkeit und das Bewusstsein ausgeprägt sind und wie sehr man sich dahingehend im Autopilot Modus befindet oder nicht. Oft werden wir auch von unbegründeten Ängsten zurückgehalten oder haben uns Grenzen in unseren Gedanken gesteckt, die unserem eigentlichen Potenzial gar nicht gerecht werden. Ich denke, wenn man sich bewusst darüber ist, welche tollen Möglichkeiten auf einen warten, wenn man den Mut hat, etwas Neues zu probieren, dann hat man hier schon mal einen wichtigen ersten Schritt in die Richtung außerhalb der Komfortzone gemacht. Was denkst du?"

Almut:

"Ja ich stimme dir da auf jeden Fall zu. Wichtig ist auch zu verstehen, dass wir alle Ängste haben. Denn unser Gehirn orientiert sich immer am momentanen Ist-Zustand und leitet förmlich über die Synapsen im Gehirn unsere Verhaltensmuster an. Wenn du nun plötzlich etwas anders machen willst, ist es für dein Gehirn erstmal eine Gefahrenzone, weil du die neue Situation nicht gewohnt bist. Dein Gehirn und dein Verstand wollen dich dann einfach nur schützen.

Je bewusster man ist, umso mehr kann man dem ganzen entgegensteuern und sich bewusst für das Neue entscheiden. Man kann sich auch immer wieder sagen: "Mein Vertrauen kommt vor meiner Angst." Dann fällt es leichter. Und sobald man diesen Schalter umgedreht hat und verstanden hat, dass all das Lebendige und Schöne im Leben genau dann passiert, wenn wir über unseren Schatten springen und uns aus unsere Komfortzone verlassen, entsteht ein ganz neuer Schaltkreis im Gehirn.

Lena:
"Ich habe auch das Gefühl, dass wir die Erlebnisse außerhalb unserer Komfortzone brauchen, damit sie sich genau so etablieren wie die Dinge, die wir tun, ohne dass wir noch wirklich darüber nachdenken, wie z.B. Autofahren. Je öfter wir dann vielleicht Sport machen oder vor anderen Menschen eine Rede halten, desto leichter fällt es uns. Denn diese Dinge geben uns viel mehr, als das, was wir innerhalb unserer Komfortzone tun."

Almut:
"Mir ist auch aufgefallen, dass das Leben so viel spannender und aufregender ist, wenn ich immer wieder bewusst Dinge mache, die neu für mich sind und die mich einfach komplett aus meiner Komfortzone reißen. Das gibt einfach auch so ein Kick-Gefühl und einen richtigen Flow-Moment. Man fühlt sich wieder so vollkommen lebendig und für mich fühlt es sich richtig an, wenn ich mich dadurch selbst immer wieder herausfordere und weiterentwickle."

Lena:
"Ja, vor allem in einer Zeit, wie dieser gerade, ist es umso wichtiger, unsere Komfortzone regelmäßig zu verlassen, um nicht dem Alltagstrott zu verfallen. Denn Dinge wie zum Beispiel ins Fitnessstudio gehen oder Fremde nach dem Weg fragen, sind gerade nicht so möglich wie gewohnt und fallen uns dann wieder schwerer, als sie uns vielleicht noch vor ein paar Monaten gefallen sind, da wir es nicht mehr gewohnt sind."

Almut:
"Mir fällt auch auf, dass es in dieser Zeit des Lockdowns, wo der Ausgleich etwas fehlt, genau den Menschen trotzdem richtig gut geht, die sich selbst immer wieder herausfordern und ihren Alltag den momentanen Umständen entsprechend gestalten. Das bedeutet einfach, etwas Neues zu probieren und uns mit verschiedenen Optionen aus unserer Komfortzone zu bewegen. Jede Situation ist immer davon abhängig, wie wir sie persönlich bewerten und was wir aus ihr machen. Man kann sich immer neue Möglichkeiten setzen, sich neu zu erfinden und die eigenen Grenzen zu sprengen."

 Komfortzone verlassen - raus aus der Komfortzone

5 Tipps, um die Komfortzone zu verlassen

Damit auch du es schaffst, aus deiner Komfortzone herauszukommen wollen wir dir noch ein paar Tipps mit auf den Weg geben.

  1. Finde deine Motivation. Du willst einen neuen tollen Job finden, eine neue Sprache lernen oder eine Rede vor einer großen Gesellschaft halten? Ergründe deine Motivation dahinter und schreibe dir auf, was alles Gutes passieren wird und welche Möglichkeiten sich dir erschließen werden, wenn du diese Dinge geschafft hast. 

  2. Nimm dir ab jetzt vor, jeden Tag eine kleine Sache zu machen, die dich ein bisschen mehr aus deiner Komfortzone pusht. Vielleicht einfach mal mit einem Fremden auf der Parkbank ins Gespräch kommen oder 30 Minuten früher aufstehen?.

  3. Mache dir nun im nächsten Schritt eine Liste mit all den Dingen, die du gerne schaffen möchtest. Diese Liste kann ganz einfach beginnen, wie zum Beispiel jeden Tag morgens Sport machen, dich bei einem neuen Kurs anmelden, öfter Nein sagen, verschiedene Jobbewerbungen ausschicken, ein Auslandssemester machen, etc. Schreibe alles auf, genauso wie es dir in den Sinn kommt. 

  4. Kategorisiere diese Dinge in deinem Leben, alltägliche Routinen und neue Herausforderungen in die einzelnen Kategorien. Befinden sie sich innerhalb oder außerhalb deiner Komfortzone? Welche Dinge außerhalb möchtest du gerne etablieren? Teile dafür am besten eine Seite in deinem Bullet Journal in zwei Hälften oder male einen großen und einen kleineren Kreis in die Mitte deiner Seite. Dort kannst du dann die zwei Kategorien jeweils festlegen und dir ein klares Bild darüber machen, was du gerne für dich entwickeln möchtest. 

  5. Der letzte Tipp, den wir dir heute noch mitgeben wollen, ist einer, den du am Anfang vielleicht als ein wenig widersprüchlich empfindest, aber probiere es einfach selbst mal aus: Fange vielleicht - wenn du Lust hast - an, es bequem zu finden, in unbequemen Situationen zu sein. Viele Leute, die das meiste Selbstvertrauen haben, berichten nämlich davon, dass sie es geradezu lieben, sich selbst immer wieder herauszufordern. Überlege dir einmal bewusst, ob das bei dir genauso ist, oder ob du das Gefühl hast, dass du deine eigene Balance schon gefunden hast und einschätzen kannst, wann es dir guttut, einen kleinen Schritt aus deiner Komfortzone zu machen und wann du das Gefühl hast, liebevoll mit dir selbst nach deinen eigenen Gefühlen zu gehen und dich nicht zu sehr unter Druck setzen zu müssen. Wichtig ist dabei, nicht zu hart mit dir selbst umzugehen.

 

Und auch du kannst eine dieser Personen sein. Denn du hast dein Leben selbst in der Hand, du kannst es dir selbst bunt und lebendig gestalten. Natürlich ist es absolut in Ordnung, wenn wir es uns mal in unserer Komfortzone gemütlich machen. Es gibt auch Tage, da ist es gar nicht notwendig wild und gefährlich zu leben. Um sich jedoch nicht langfristig von der Gemütlichkeit in Beschlag nehmen zu lassen, ist es hilfreich, die Grenze der individuellen Wohlfühlzone hin und wieder zu überwinden, um sich allgemein wohler zu fühlen. 

Probiere doch mal etwas neues aus und erschaffe dir so ein neues Mindset, und erschaffe damit ein, indem dieser bestimmte Moment im Spektrum zwischen Unwohlsein und lebendig fühlen zu deiner neuen Lebenslust und Motivation wird. Und vergiss dabei nie: dir sind keine Grenzen gesetzt, außer denen, die du dir selber setzt.

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