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Perfektionismus ablegen - In 5 Schritten weg von Perfektion 

Muss bei dir und bei anderen immer alles perfekt sein? Perfektionismus ist weit verbreitet. 

Wo es mal eine "positive" Schwäche im Bewerbungsschreiben war, ist es jetzt ein weit verbreitetes und nervenaufreibendes Phänomen unserer Gesellschaft, das dafür sorgt, dass man mit sich selbst, seiner Arbeit und anderen nicht mehr so schnell zufrieden ist und sich bereits von Kleinigkeiten verrückt machen lässt. Daraus resultiert oft die Unfähigkeit, Dinge zu Ende zu bringen, weil man Angst hat, dass es nicht perfekt ist. Auch läuft man Gefahr, die Perfektion nicht nur von sich selbst, sondern auch von seinen Mitmenschen zu erwarten, die aber vielleicht eine ganz andere Einstellung haben und auch mit ein paar „unperfekten“ Merkmalen oder Dingen zufrieden sind. Oft prallen dann Meinungen und Ansichtsweisen aufeinander und Unstimmigkeiten entstehen. 

Wie du vom Perfektionismus wegkommen kannst? Wir zeigen dir ein paar Wege!


Perfektionismus ablegen


Wie entsteht Perfektionismus?

Zu einem gewissen Teil kann Perfektionismus angeboren sein, wie Wissenschaftler*innen in einer Zwillingsstudie feststellen konnten. Zum anderen entsteht er aber auch durch Glaubenssätze, die in uns schlummern. Diese können sich bereits in der Kindheit gefestigt haben, wenn beispielsweise oft Sätze wie "Was sollen denn die Nachbarn denken" gefallen sind. Dann kann sich bereits dort der Glaubenssatz festgesetzt haben, es anderen immer Recht machen zu müssen. Aber auch Leistungsdruck und Vergleiche mit anderen sind dafür verantwortlich und resultieren oft im perfektionistischen Denken und Handeln.


Perfektionismus

Die Folgen von Perfektionismus

Perfektionismus verursacht Stress. Du willst es dir aber auch allen recht machen, hast dafür aber zu wenig Zeit, bürdest dir noch mehr Aufgaben auf und versinkst letztendlich in einem Strudel von Stress, Unzufriedenheit und Enttäuschung, weil du es nicht schaffst perfekt zu sein. Daraus können dann Burnout, Zähneknirschen, Schlafstörungen, Magenschmerzen und viele weitere körperliche Erkrankungen entstehen.


Perfektionismus

Perfektionismus überwinden

Wenn du den Perfektionismus aufgeben möchtest, gehört dazu eine entschlossene Einstellung. Du musst den Anspruch aufgeben, perfekt sein zu wollen und deine Unperfektheiten begrüßen und sie wertschätzen. 


Schritt 1:

Schaffe dir täglich aufs Neue das Bewusstsein, dass Perfektion für jeden anders aussieht. Vielleicht ärgerst du dich, wenn du eine Arbeit unvollständig abgibst, oder etwas anderes nicht zu 100% genau geworden ist. Stehe dazu und erlaube dir, es beim nächsten Mal einfach besser zu machen. Wenn du alles gegeben hast, kannst du auch mit weniger zufrieden sein. 


Schritt 2:

Beobachte dich. Wie reagierst du in bestimmten Situationen? Was befürchtest du? Was fühlst du? Hast du das Gefühl von anderen unter Druck gesetzt zu werden, oder dass von dir zu viel erwartet wird? Überprüfe diese Gefühle und versuche zu erkennen, ob dieser vermeintliche Druck wirklich von außen, oder doch von dir selbst ausgeht und hinterfrage die Gegebenheiten. Wenn es tatsächlich so ist, dass von dir mehr erwartet wird, als du leisten kannst, sprich ganz offen mit den Beteiligten und beschreibe deine Gefühls- und Kapazitätslage, vielleicht lässt sich so auch etwas Druck herausnehmen. 


Schritt 3:

Nimm dir selbst die Angst, indem du dir die Situationen aus Schritt 2 noch einmal vor Augen führst und dir die Frage stellst, was passieren würde, wenn nicht alles perfekt ist. In den meisten Fällen wirst du feststellen, dass das Ergebnis gar nicht so beängstigend wäre. Beruhige dich mit dieser Methode und merke, wie du gelassener wirst.


Schritt 4:

Mache dir einen Plan. Welche Situation aus Schritt 2 kommt häufiger vor? Überlege dir eine Alternativreaktion bzw. eine Strategie, wie du vorgehen kannst, wenn du zu viel Druck verspürst. Was möchtest du denken, fühlen, wie reagieren? Rufe diesen Plan ab, wenn du wieder in so eine Situation kommst.


Schritt 5:

Übe deine Reaktion. Etabliere Gelassenheit, indem du bewusst reagierst. Und wenn das mal nicht funktioniert, dann ist das auch nicht schlimm. Vergib dir selbst!



“Da Perfektion im Auge des Betrachters liegt, wird sie je nach Betrachter nie perfekt sein.” - Ilja Pohl 

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