Digital Detox und der achtsame Umgang mit Social Media

Digital Detox und der achtsame Umgang mit Social Media

Selbstwertgefühl Stärken - Die vier Säulen des Selbstwertes Du liest Digital Detox und der achtsame Umgang mit Social Media 8 Minuten

Social Media ist in dem Leben der meisten von uns heutzutage nicht mehr wegzudenken. Warum auch, denn wir können unbegrenzt mit unseren Freunden im Kontakt stehen, werden unterhalten und die Welt an unserem Leben teilhaben lassen. Doch es gibt auch einige negative Effekte, die Instagram und Co. mit sich bringen.

In diesem Blogbeitrag erfährst du, was ein Digital Detox ist, für wen er geeignet ist und welche Möglichkeiten es noch gibt, um Achtsamkeit mit Social Media zu vereinen.

Inhaltsverzeichnis: 

1. Scrollen im Feed zum Abschalten
2. Warum nutzen wir so gern Social Media?
3. Was ist Digital Detox?
4. Vor- und Nachteile von Social Media
5. Tipps für einen achtsamen Umgang mit Social Media
6. Fazit

1. Scrollen im Feed zum Abschalten

Bestimmt kennst du die Situation. Du liegst nach einem anstrengenden Tag abends im Bett und scrollst zum Abschalten noch ein wenig durch deinen Feed. Vielleicht bist du auch in der Bahn unterwegs und lässt dich bis zu deiner Haltestelle noch etwas von den unterhaltsamen Bildern und Videos berieseln. Ein bisschen Entspannung zwischendurch tut einfach gut und ist nur einen Fingertipp entfernt. Doch, wenn am Anfang der nächsten Woche der Wochenbericht für deine Handynutzung erscheint, bist du schockiert. "So viel Zeit soll ich mit Social Media verbracht haben?"


Mittlerweile ist Social Media in unserem Leben gar nicht mehr wegzudenken. Laut einer ARD- / ZDF-Umfrage nutzen 80 % der Deutschen ab 14 Jahren täglich das Internet. In einer weiteren Umfrage gaben 66 % der Befragten an, täglich soziale Medien zu nutzen. Am beliebtesten ist die Nutzung von Instagram. Doch was macht Instagram, TikTok und Co. so interessant, dass wir einfach nicht die Finger davon lassen können?

2. Warum nutzen wir so gern Social Media?

Es gibt viele Gründe für die Nutzung unserer beliebten Social Media Plattformen. In erster Linie ist es heutzutage ein wichtiges Mittel, um sich miteinander zu vernetzen und zu kommunizieren. Freunde und Familien können täglich miteinander im Kontakt stehen, selbst wenn viele Stunden Autofahrt sie trennen. Natürlich ist der digitale Austausch kein Ersatz für den realen Austausch. Aber er ermöglicht ein Miteinander, das als Zusatz zum realen Leben einen Mehrwert bietet und sich positiv auf die Bindung auswirken kann. 

In den sozialen Medien erfahren wir durch die neuesten Fotos und die aktuellste Story viel über unsere Mitmenschen. Genauso können auch wir uns und unser Leben präsentieren. Sei es, um andere daran teilhaben zu lassen, oder um sich selbst zu präsentieren. Oft geht es hierbei um die eigene Identität und die Selbstdarstellung. Zuspruch durch Likes und Kommentare aktiviert unser Belohnungssystem und wir können damit kurzfristig unseren Selbstwert pushen. Das Gefühl der Anerkennung kann zur inneren Befriedigung führen und es wird Dopamin in unserem Körper freigesetzt.

Natürlich spricht auch der Unterhaltungsfaktor ganz klar für sich. Mit der Zeit versteht der Algorithmus unsere Vorlieben und Interessen und wir erhalten passgenaue Videos und Beiträge. Wir können uns davon inspirieren lassen, werden unterhalten und die ein oder andere nützliche Information für uns mitnehmen. 

Doch wozu ist dann ein Digital Detox gut und was genau ist das überhaupt?

Social Media Nutzung

3. Was ist Digital Detox?

Bei all den positiven Gründen, die für eine Social Media Nutzung sprechen, gibt es natürlich auch Nachteile, die damit einhergehen. Stress, Schlafmangel, schlechtere Aufmerksamkeitsspanne oder Cybermobbing gehören zu den häufigsten Kritikpunkten, die genannt werden. Eine Sache fällt hierbei auch immer wieder auf: Es ist unglaublich viel Zeit, die durch das Scrollen in Feeds und das Anschauen von Stories verschlungen wird. Das ist Zeit, die man auch mit anderen schönen Dingen verbringen kann und die sich nicht digital auf einem Bildschirm abspielen. 


Genau hier kommt der Begriff "Digital Detox" ins Spiel. Ein Trend, der sich innerhalb der letzten Monate immer weiter verbreitet hat. Digital Detox bedeutet sich eine Auszeit der digitalen Welt zu nehmen und quasi zu entgiften. Es erinnert an das Handyverbot, das früher oft von Eltern verhängt wurde. Es kann sich hier um Tage, Wochen oder sogar Monate handeln, in denen Abstand vom digitalen Leben genommen wird. Das Ziel eines Digital Detox ist die Bildschirmzeit zu verringern und Abstand zur digitalen Welt zu gewinnen. 

4. Vor- und Nachteile von Social Media

Wer sich eine Zeitlang von Social Media und Co. verabschiedet, wird bestimmt als Erstes merken, wie viel Zeit man plötzlich mehr im Leben hat. Zeit für Spaziergänge an der frischen Luft, ein gutes Buch oder Gespräche mit Freunden bei einem Kaffee oder gemeinsamen Aktivitäten. Man kann achtsamer und bewusster den Lebensalltag gestalten und legt den Fokus gezielt auf sich selbst, statt auf andere. Ein Digital Detox kann die Erholung mit sich bringen, die man sich oft im Alltag wünscht und reduziert Stress. 

Ein abrupter Entzug von Social Media kann sich jedoch unterschiedlich auf Menschen auswirken. Während manche mit dem kalten Entzug keine Probleme haben, können andere sich mit dem Handyverbot schwertun und fühlen sich eingeschränkt. Man neigt schnell dazu, die gesetzten Ziele wieder über Board zu werfen und kann in alte Muster verfallen. Wer auf Social Media verzichtet, verzichtet auch auf einen konstanten Fluss an Informationen, welchem man tagtäglich ausgesetzt ist. Dazu zählt auch das soziale Miteinander, was dazu führen kann, dass man sich einsam und isoliert fühlt. Neben den persönlichen Einstellungen gegenüber einem Digital Detox stehen einigen Menschen auf berufliche Hindernisse im Weg, sollten diese sich in ihrem Job auch mit Social Media beschäftigen.

5. Tipps für einen achtsamen Umgang mit Social Media

Neben einem Digital Detox gibt es auch weitere Wege, um Achtsamkeit und Social Media in Einklang zu bringen. Hierfür geben wir euch 5 Tipps auf den Weg, wie ihr bewusster mit Social Media umgehen könnt. 

1. Grenzen setzen

Um den Konsum von Social Media nicht ausarten zu lassen, ist es wichtig, sich darüber klar zu werden, wie viel Zeit man am Tag damit verbringen möchte. Damit dieses Pensum nicht überschritten wird, hilft die Einstellung eines Tageslimits. Mit dem Tageslimit sperren sich die jeweiligen Apps nach einer bestimmten Zeit und man wird daran erinnert, dass das Tageslimit erreicht wurde.

Eine hilfreiche Unterstützung kann hier auch unser Gewohnheitstracker sein, mit dem du Gewohnheiten ändern und deine Fortschritte festhalten kannst.

2. Prüfung der Inhalte

Bei dem Konsum von Social Media empfehlen wir dir, die Inhalte gut zu prüfen und dich dabei selbst zu spiegeln. "Tut mir das gerade gut?" oder "Ist es sinnvoll, mich ständig mit unrealistischen Schönheitsidealen zu konfrontieren?" können Fragen sein, die dir bei der Reflexion helfen. Oft ist es uns bereits bewusst, wenn Personen Filter nutzen und doch kann es dazu führen, dass wir uns schlecht oder gestresst fühlen. 

Ein weiterer Punkt bei der Prüfung der Inhalte ist das achtsame Auswählen der Accounts denen du folgst. Versuche, deinen Feed mit positiven und inspirierenden Inhalten zu füllen, statt dich auf negative Beiträge zu konzentrieren. Gern kannst du dafür auch unserem @lebens.kompass Account folgen. :) 

3. Pausen einplanen

Neben einem gesetzten Tageslimit können dir auch regelmäßige Pausen guttun, um von Social Media abzuschalten. Das können Stunden oder Tage sein oder auch längere Zeiträume, in denen du bewusst dein Handy weglegst und etwas anderes machst. Hier hast du die Möglichkeit, dich zu entspannen und andere Aktivitäten zu machen. Wenn du dann noch etwas findest, was dir richtig Spaß macht, merkst du, dass die Zeit wie im Flug vergeht und die Erholung wesentlich intensiver ist.

4. Kein Ersatz für die reale Welt

Mach dir bewusst, dass die digitale Welt rund um Social Media und Co. nicht die reale Welt ersetzt. Aktivitäten und Treffen außerhalb der sozialen Medien sind wichtig für dich und deine Gesundheit. Achte daher darauf, dass du eine gesunde Balance findest an realem und digitalem Kontakt zu deiner Außenwelt. Verabredungen mit Freunden kannst du außerdem am meisten genießen, wenn du dabei deine Handynutzung nur auf das Notwendigste herunterfährst.

Spazierganz ohne Handy

5. Sei achtsam in deiner Kommunikation

Das digitale Format lädt in der Onlinewelt dazu ein, schnell mal was zu tippen, ohne wirklich achtsam mit dem zu sein, was wir da gerade von uns geben. Jede Nachricht und jeder Kommentar, den wir senden, wird von einem anderen Menschen empfangen, der sensibel ist und verletzt werden kann. Besonders, wenn Botschaften nicht durch Gestik, Mimik oder Sprechweise geformt werden können, ist es umso bedeutender, Wert auf die richtige Formulierung zu legen. 

6. Fazit

Digital Detox ist für viele Menschen die Antwort auf ein Leben, das immer digitaler und vernetzter wird. Jedoch gibt es viele Formen für einen achtsamen Umgang mit Social Media. Wer kein Fan von einem kompletten Entzug ist, kann sich auch stufenweise Abstand zur digitalen Welt verschaffen und findet Erholung durch einen achtsamen Konsum von Social Media.

Mit den 5 Tipps hoffen wir, dass du nützliche Infos für dich mitnehmen kannst. Alles, was dir für deinen Umgang mit Social Media hilfreich erscheint, kannst du nun bewusst umsetzen.  

Das Lebenskompass-Team wünscht dir viel Spaß beim Ausprobieren. Für weitere Infos höre doch gerne auch in unseren Podcast rein!

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