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Selbstliebe: 3 Schritte zu dir selbst

Selbstliebe ist dieses Wort, dass man heutzutage überall hört, aber was es wirklich bedeutet, wissen die wenigsten.

Als aller Erstes gilt es zu verstehen, dass Selbstliebe nichts mit Egoismus, Selbstverliebtheit oder Arroganz zu tun hat.

Ganz im Gegenteil. Selbstliebe bedeutet, dass du unabhängig von der Bestätigung anderer Menschen bist, dass du selbst deine Bedürfnisse stillen kannst und mit mehr Mitgefühl durch die Welt gehen kannst. Wer sich selbst liebt, kann seine Mitmenschen umso besser unterstützen und bereichern. Du kannst dir das so vorstellen:

Du hast ein Glas, dass du mit deiner eigenen Liebe vollmachst, vielleicht sogar so voll, dass es auf andere überschwappt. Das bedeutet, du bist in einer Situation, in der du nicht das Wasser (die Bestätigung und Energie) anderer bedarfst, um vollkommen zu sein und kannst im besten Fall sogar noch etwas von deinem Wasser (deiner Liebe und Energie) abgeben. Du siehst: Selbstliebe lernen ist eine selbstlose Lebensweise, bei der du selbst für dich und dein Glück sorgst, ohne dabei die Energie anderer zu beziehen.

 

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Aber warum sollte man sich selbst lieben?

Fehlende Selbstliebe führt oft zu einer Unzufriedenheit, die sich wie ein Loch im Inneren anfühlen kann. Die meisten Menschen versuchen dann dieses Loch damit zu stopfen, dass sie sich bestimmte materielle Dinge kaufen, sich abhängig von der Anerkennung anderer machen, sich ablenken oder sich in ungesunden Gewohnheiten verlieren. Und alles mit demselben Resultat: Das Loch ist immer noch da.

Denn egal was du alles im Außen hast und wie viel Liebe und Anerkennung du von einem anderen Menschen bekommst, solange du dir nicht selbst auch diese Liebe und deinen Wert zugestehst, kannst du das Loch im Innen nicht füllen. Das kannst nur du selbst.

Und du wirst merken: Selbstliebe wirkt sich positiv auf alle deine Lebensbereiche aus:

Du hast mehr Energie, weil du mit positiver Energie erfüllt bist, dich selbstsicher fühlst und weißt, dass du alles was du brauchst, schon in dir hast. Das führt natürlich dazu, dass du auch produktiver und erfolgreicher bist, weil du nicht mehr an dir zweifelst.

Auch deine Beziehungen werden davon profitieren, wenn du mehr Selbstliebe entwickelst. Denk noch einmal an das Bild mit dem Glas zurück. Du kannst dir sicher vorstellen, dass jegliche zwischenmenschliche Beziehung sehr viel erfüllter ist, wenn man der Eigenschaften und des Wesen wegen Zeit mit einer anderen Person verbringen möchte und nicht, weil man Anerkennung und Bestätigung sucht.

Und nicht nur das, auch deine Gesundheit wird dir danken. Wer sich selbst liebt, behandelt sich auch gut und gibt Acht auf die eigenen Bedürfnisse, sowohl mental, als auch physisch. Außerdem ist es wissenschaftlich bewiesen, dass positive Gedanken die Gesundheit fördern und somit zu mehr Energie und Vitalität führen.

Du siehst also, Selbstliebe lernen ist durch und durch bereichernd. Sicher stellst du dir jetzt wahrscheinlich die Frage: Wie lerne ich mich selbst zu lieben?

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Selbstliebe lernen - eine Anleitung:

 

Verantwortung übernehmen

Schritt 1: Übernimm Verantwortung

Der erste und wichtigste Schritt ist, dass du Verantwortung übernimmst. Verantwortung für deine Gefühle, Gedanken, Handlungen und dein gesamtes Leben. Du solltest verstehen, dass du darüber bestimmen kannst, wie du auf die Dinge, die in deinem Leben passieren, reagierst. Es ist deine Verantwortung, dich mit positiven Gedanken zu umgeben. Es ist deine Verantwortung, auf dich und deine Energie aufzupassen und es ist deine Verantwortung, dich selbst gut zu behandeln. Alles, was bis jetzt in deinem Leben passiert ist, hast du erschaffen.

Das klingt im ersten Moment nach einer Menge Verantwortung und vielleicht auch etwas überwältigend. Aber sieh es mal so: Das Gegenteil wäre, machtlos und dem Leben ausgesetzt zu sein. Würdest du das wollen?

Ist es nicht schön zu wissen, dass man selbst in der Hand hat, was man aus seinem Leben macht? Und auch, wenn es vielleicht Umstände in deinem Leben gibt, die du nicht so haben wolltest, ist die gute Nachricht: Wenn du dich an diesen Punkt gebracht hast, hast du auch die Kraft, dich dahin zu bringen, wo du wirklich hin willst.

 

Gedanken machen

Schritt 2: Werde dir deinen Gedanken bewusst.

Nimm dir regelmäßig kleine Auszeiten, in der du in die Stille mit dir selbst gehst, ohne dich abzulenken, ohne Netflix oder Social Media. Nur du und deine Gedanken.

Du kannst dafür zum Beispiel einen Spaziergang in der Natur machen, dich in einen Park setzten oder ganz klassisch eine Meditation machen. Richte deine Aufmerksamkeit auf die Gedanken in deinem Kopf und werde dir bewusst, was du selbst über dich denkst.

Machst du dir viele Sorgen?

Zweifelst du an dir selbst?

Denkst du vielleicht, du seist nicht gut genug?

Schreibe alle diese negativen Gedanken in dein Bullet Journal auf. Wenn du das getan hast, nimmst du dir einen dicken Stift und streichst diese Gedanken durch und ersetze sie dann mit einem positiven, bestärkenden Satz. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

Ich bin nicht gut genug. -----> Ich bin genauso richtig, wie ich bin.

All die positiven Sätze, die du aus dieser Übung ziehst, werden deine neuen positiven Affirmationen.

Affirmationen sind Sätze, die du dir jeden Tag mehrmals sagen solltest, damit du sie dir so gut, wie irgendwie möglich einprägst. Wenn du möchtest, kannst du dir auch kleine Notizzettel in deinem Zimmer oder an deinen Spiegel hängen, die dich immer wieder an die positiven Sätze erinnern.

Sei aber nicht so hart mit dir selbst. Merkst du, dass im Alltag wieder ein negativer Gedanken aufkommt, nimm ihn einfach wahr und entscheide dich dann bewusst ihn nicht zu glauben. In solchen Momenten kannst du dann auch noch einmal bewusst den positiven Umkehrsatz laut sagen, um dich selbst von dem Gegenteil zu überzeugen.

Eine weitere Übung zum Selbstliebe lernen, ist, sich eine Liste zu machen, mit all den Charaktereigenschaften, die du an dir magst.

Denn so oft fokussieren wir uns darauf, was uns fehlt, was unsere Schwächen sind und was wir an uns verändern wollen. Dabei vergessen wir dann, all die guten und positiven Eigenschaften, die wir an uns haben.

Nimm dir einmal Zeit, um die bewusst zu machen, wie toll du bist und wie stolz du auf dich sein kannst. Vielleicht bist du besonders einfühlsam, hilfsbereit, kannst gut singen oder tanzen oder oder oder. Eins ist sicher: An dir gibt es viele tolle Dinge, die du feiern darfst! Zu dieser Liste kannst du außerdem Herausforderungen hinzufügen, die du schon gemeistert hast. Frage dich dann einmal, welcher deine Eigenschaften dir damals dabei geholfen haben, dich dieser schwierigen Situation zu stellen und erkenne dich einmal selbst für deine Stärke an. Du wirst sehen, die Liste füllt sich dann ganz wie von alleine.

 

Spiegelübung

Schritt 3: Spiegelübung

Die letzte der drei Übungen für Selbstliebe, die wir in diesem Blogpost mit dir teilen, ist die Spiegelübung.

Wie der Name schon sagst, stellst du dich bei dieser Übung vor deinen Spiegel und schaust dir selbst in die Augen. Schenke dir hier gerne auch ein Lächeln ;)

Dann sprichst du folgende Sätze,

Liebe(*r) _____________,

Ich verzeihe dir, dass __________.

Ich bin stolz auf dich, dass ________.

Danke, dass ______.

(Dein Name), ich liebe dich.

 

Das mag sich am Anfang vielleicht komisch anfühlen, aber du wirst sehen, dass diese Übung schon nach kurzer Zeit eine große Wirkung auf dein Leben haben wird. Außerdem hat sie den Vorteil, dass du dich selbst wahrnimmst, mehr Mitgefühl entwickelst und einen liebevollen Umgang mit dir übst.

 

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Selbstliebe im Alltag

Wenn du erst einmal gelernt hast, dich selbst zu lieben, geht es darum, das auch in deinem Alltag zu tun. Denn zwischen Uni, Schule, Arbeit, Freunden und Hobbys kann der Umgang mit uns selbst und die Zeit zum reflektieren sehr knapp werden. Aber keine Sorge, hier sind die besten Tipps, damit du auch in heurausfordernden Zeiten einen liebevollen Umgang mit dir selbst üben und somit mehr Energie und Freude in dein Leben bringen kannst.

Der erste Tipp ist sehr simpel und dennoch unheimlich effektiv:

Stell dir immer die Frage: "Würde ich so, wie ich mit mir umgehe und mit mir rede auch mit einem Menschen, den ich liebe (z.B. Beste*r Freund*in oder Schwester) umgehen?

Hier geht es vor allem darum, Mitgefühl für uns selbst zu entwickeln. Wir Menschen tendieren dazu mit uns selbst viel strenger zu sein und höhere Erwartungen an uns zu stellen, als wir es mit einem anderen Menschen tun würden. Und auch in schwierigen Zeiten ist es sehr hilfreich, Mitgefühl und Verständnis für die eigene Situation und seine Emotionen zu haben. Nur so können wir liebevoll mit uns umgehen.

Zu guter Letzt solltest du dir eine Liste mit Dingen und Aktivitäten anlegen, die dir das Gefühl von Lebensfreude, Glück und Lebendigkeit verleihen.

Was macht dir Spaß?

Worin gehst du auf?

Stelle sicher, dass du diese Dinge regelmäßig, mindestens einmal in der Woche, in dein Leben integrierst. Einfach, um dir selbst etwas Gutes zu tun und auch im Alltag Zeit für das zu schaffen, was du liebst.

 

Wenn du diese Schritte befolgst, steht deiner Selbstliebe nichts mehr im Wege! Und denk immer dran: Du hast es verdient, gut zu dir zu sein.

 

Schlagwörter: achtsamkeit, selbstliebe

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