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Bullet Journal Ideen: 8 Tipps für deinen persönlichen Lebensplaner

Viele haben bereits davon gehört, manchen ist es noch unbekannt: Das Bullet Journal.

Entwickelt von einem jungen Mann namens Ryder Carroll aus den USA, hat sich das Bullet Journal - auch kurz Bujo genannt - von einem minimalistischem Alltagshelfer in einen wahren Schatz der unendlich kreativen Möglichkeiten verwandelt. Den Ideen und Gestaltungen sind keine Grenzen gesetzt und so wurde aus einem einfachen Notizbuch ein unverzichtbares Utensil, welches auf sämtliche Bedürfnisse abgestimmt werden kann.

Auf diesem Blog findest du viele Inspirationen und Beispiele, wie du dein eigenes Bullet Journal gestalten kannst, welche Bausteine es gibt und was perfekt zu dir und deinen Bedürfnissen passt. Lass dich bei der Auswahl allerdings nicht verwirren, nicht alle hier vorgestellten Bujo Ideen müssen in deinem umgesetzt werden. Dies sind nur Beispiele, wie du am besten und auf kreative Art und Weise den Platz in deinem Bullet Journal nutzen kannst und sind bewusst so erklärt, dass du auch als Anfänger direkt in das Thema einsteigen kannst.


Der geistige Fundus

Beim Bullet Journaling geht es um mehr als ein leeres Notizbuch, das mit Terminen, Geburtstagen und To Dos gefüllt wird. Viel eher soll es dir als Nutzer helfen, Struktur in deinen Alltag zu bekommen und auf deine Ziele sowohl im privaten, als auch im beruflichen Bereich hinzuarbeiten.

Der erste Schritt hierzu ist nach der Bullet Journal Methode der geistige Fundus.

Dieser ist - wie alle anderen Bausteine - optional und kann gerade wenn du dein Bujo eher als kreativen Terminplaner nutzen möchtest, übersprungen werden.

Der geistige Fundus ist eine Entrümpelungsmethode für dein Gehirn, welche dir klar vor Augen führt, womit du deine Zeit und Energie verbringst. Er ist sozusagen ein Abbild deiner Entscheidungen.

Wir sind derart beschäftigt mit dem, was wir tun (oder tun sollten), dass wir uns gar nicht fragen, warum wir das alles überhaupt tun. Am Ende bürden wir uns alle möglichen Verpflichtungen auf.

Das Bullet Journal soll hierbei Abhilfe schaffen und dir helfen, Übersicht über dein Leben zu bekommen.


"Uns an unsere Gedanken zu heften, ist so, als wollten wir Fische mit den bloßen Händen fangen: Sie entwischen uns und verschwinden zurück in die trüben Untiefen unseres Geistes. " - Ryder Carroll

Auf der folgenden Abbildung siehst du ein Beispiel, wie dieser geistige Fundus auf einer oder zwei Seiten Platz findet.

Tipp: Am Besten nimmst du hier zwei der hinteren Seiten deines Bullet Journals, sodass du beim Füllen deines Journals nicht ständig darüberstolperst.

  1. In der ersten Spalte führst du alles auf, woran du gerade arbeitest.
  2. In der zweiten alles, woran du arbeiten solltest.
  3. In der letzten, an was du arbeiten möchtest.


Future Log

Nachdem du alles ausgefüllt hast, knöpfe dir jeden Punkt vor und stelle dir folgende beide Fragen: Gib dir genügend Zeit für diese Übung, geh in dich und sei vor allem ehrlich dir gegenüber.

  1. Bedeutet es dir etwas? (Oder einer nahestenden Person?)
  2. Ist das unerlässlich? (So etwas wie Rechnungen, Steuern, deine Arbeit...)

Tipp: Wenn du dir bei einigen Punkten schwertust, frage dich, was passieren würde, wenn du den jeweiligen Punkt nicht erledigst und zwar niemals. Hätte das irgendwelche negativen Konsequenzen?

Jeder Punkt, der diesen Test nicht besteht, ist reine Zerstreuung. Dein Leben wird dadurch kaum oder gar nicht aufgewertet. Streiche ihn also durch.

Alle Punkte, die nach der Übung übrig sind, sind deine Hauptzutaten zum Füllen deines Bullet Journals. Sie decken Bereiche deines Lebens ab, die dir wichtig sind und z. B. die Bausteine für deinen späteren Future Log und persönliches Weiterkommen bilden.

Private und berufliche Ziele

Sollte der geistige Fundus ein Teil deines Bujos geworden sein, ist es sinnvoll eine weitere Doppelseite mit deinen übrig gebliebenen privaten und beruflichen Zielen zu füllen. Diese kann entweder vor oder nach deinem geistigen Fundus stehen, je nachdem wieviel Platz du in deinem Notizbuch gelassen hast. Hier kannst du durch verschiedene Zeitleisten noch einmal eine tiefere Übersicht über all die Dinge bekommen, die für dich besonders wichtig sind.

persönliche Ziele

Die Zeitstrahlen sind nur ein Beispiel und dienen zur Veranschaulichung, wie du einen Blick auf langfristige, mittelfristige und kurzfristige Ziele bekommen kannst. Achte darauf, dass du genug Platz in jeder Spalte lässt.

Durch das Niederschreiben dieser Ziele wird dir noch einmal bewusst, was in welchem Zeitraum realisierbar ist und welche Dinge z. B. sofort erledigt werden können. Außerdem bieten sie den ersten Blick auf die Punkte, die später im Future Log und Monthly Log stehen werden.


Index

Einer der wichtigsten Bausteine des Bullet Journals ist der Index. Auf Deutsch bedeutet das nichts anderes als das Inhaltsverzeichnis. Dieses befindet sich in der Regel vorne in deinem Journal und hat, je nachdem wie dick dein Notizbuch ist, zwei bis vier Seiten. Anfangs ist der Index natürlich leer, da du in der Regel noch nichts eingetragen hast, wird mit der Zeit aber immer mehr gefüllt.

Wichtig: Hierbei gilt die Voraussetzung, dass dein Bujo Seitenzahlen hat. Sind diese nicht vorhanden, kannst du sie händisch eintragen und so auch individuell gestalten.

Wie du auf dem Bild sehen kannst, ist es auch nicht zwingend notwendig, eine chronologische Reihenfolge einzuhalten, da dir diese Seiten in erster Linie als persönliche Übersicht dienen und auch nur die Dinge vermerkt werden, die für dich stichhaltig sind. Sollte es zum Beispiel ein besonderes Ereignis in deinem Leben gegeben haben, darfst du dieses genauso dort eintragen wie der Verweis, auf welcher Seite Kalenderwoche xy beginnt.

Index

Key

Hier kommen wir zu dem Punkt, woher das Bullet Journal seinen Namen hat und warum es überhaupt so heißt.

Ausschlaggebend war hierbei, dass mit dem Bujo eine Methode entwickelt wurde, die den Alltag einfacher gestalten sollte. Also werden verschiedene Themen wie Termine, Notizen oder Aufgaben einem Symbol zugeordnet - englisch: Bullet.

Gerade wenn du dazu neigst, Dinge sehr detailliert zu beschreiben, kann es passieren, dass du bei all dem Text die Überblick verlierst. Hier sind die Bullets die Lösung. Anstatt dich in langen verschachtelten Texten zu verlieren, brichst du sie auf das Minimum herunter und markierst sie mit deinem persönlichen Bullet. Dieses kann ganz verschieden aussehen, je nachdem was am besten für dich funktioniert.


Key

"Key" (dt. Schlüssel) stellt hierbei den Beriff für die Übersicht deiner Bullets dar und befindet sich meist hinten im Bullet Journal, da du dir in der Regel irgendwann merken kannst, für was welcher Bullet steht.

Future Log

Der Future Log kann ganz klassisch als Jahresübersicht, oder ausführlicher gestaltet werden.

Wenn du zu jedem Monat genug Raum für Notizen brauchst, empfiehlt es sich, mit mehreren Seiten zu arbeiten, z. B. sechs Monate pro Doppelseite.


Future Log

Sobald ein neuer Monat in deinem Bullet Journal beginnt, ist es sinnvoll, einen kurzen Blick in dein Future Log zu werfen, um eingetragene Punkte in deinen Monthly Log zu übernehmen.Solltest du bereits wissen, dass du in den kommenden Monaten wichtige Termine hast, die du dir gerne notieren möchtest, ist der Future Log genau das Richtige für dich. Genauso wenn es darum geht, dass du bis zu einem gewissen Zeitpunkt etwas erledigt haben möchtest, dienen dir diese Seiten als Hilfestellung.



Monthly Log

Der Monthly Log ist zusammen mit dem Weekly Log wohl der Part, auf dem sich eingefleischte Nutzer am meisten austoben. Aber auch für Anfänger bietet dieser Baustein viele Möglichkeiten ihre Kreativität zu entdecken und Seite für Seite mit tollen Ideen zu füllen.

Wie du dir vielleicht denken kannst, geht es im Monthly Log um die Monatsübersicht, die dir sozusagen in der Vogelperspektive veranschaulicht, was im kommenden Monat ansteht. Das können wichtige Termine, Urlaub aber auch Geburtstage sein, je nachdem was für dich und deinen Alltag wichtig ist. In der Regel umfasst dieser Bereich zwei Seiten, die du entweder als Doppelseite mit Tabelle, oder auf einer Seite den Kalender des jeweiligen Monats und auf der anderen deine Notizen anlegst.


Monthly Log

Wenn du magst, kannst du entweder mit kleinen Reitern arbeiten, die du bei jedem neuen Monat auf die erste Seite klebst, oder du malst die Seiten in unterschiedlichen Farben an, sodass sich dein Bullet Journal in Kapitel unterteilen lässt.

Tipp: Trage gerne auch vergangene Ereignisse in deinen Monthly Log ein, so siehst du beim Zurückblättern auf einen Blick, was in diesem Monat wichtig für dich war.



Weekly Log

Laut dem klassischen Bullet Journal wird der Weekly Log komplett ausgelassen und stattdessen mit einem Daily Log gearbeitet. Dies setzt allerdings voraus, dass du dich jeden Tag an dein Journal und dich damit auseinandersetzt. Wenn man es schafft, diese Routine beizubehalten, ist das etwas sehr Schönes, da ein fester Ablauf im Alltag durchaus hilfreich sein kann. Grundgedanke ist hierbei, bewusst offline zu gehen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und vor allem Achtsamkeit für den Moment zu entwickeln. Sobald der Stift das Papier berührt, schafft man eine direkte Verbindung zu seinem Geist und oft auch zum Herzen.


Weekly Log

Sollte dir das allerdings zu viel Aufwand sein, ist der Weekly Log die passende Alternative. Um trotzdem einen Überblick über deine täglichen Aufgaben zu behalten, kannst du dein Bullet Journal zum Beispiel mit der aktuellen Woche offen auf deinem Schreibtisch liegen lassen und dich je nach Bedarf für ein paar Minuten in der Woche hinsetzen und bewusst deine Gedanken zu Papier bringen.


Listen

Zusätzlich zu den Grundbausteinen des Bujo gibt es mittlerweile unendlich viele Möglichkeiten und Ideen der Gestaltung. Bist du ein Mensch, der gerne Listen schreibt, die über die klassischen To Do's hinausgehen, wirst du hier ein Paradies entdecken. Sei es zum Thema 'Bucket List', Reiseziele, Bücher, die du noch lesen möchtest - es liegt in deiner Hand, wieviele Seiten du damit füllen möchtest.

Tipp: Schreibe deine Listen von hinten nach vorne in dein Bullet Journal. So kommen sie nicht deinen Hauptbausteinen in die Quere und verschwinden zwischen den einzelnen Monaten.

Habit Tracker

Auch dieses Thema wird mittlerweile von vielen Bullet Journal-Besitzern genutzt.

Einfach gesagt, hilft dir ein Tracker, deine Gewohnheiten (Habit = Gewohnheit) wahrzunehmen und so auch zu ändern. Möchtest du z. B. in Zukunft mehr Sport machen, lässt sich so nachverfolgen, wie aktiv du in der Vergangenheit warst und kannst es dementsprechend hoch- oder runterschrauben.

Gerade für Frauen ist oft hilfreich, die eigene Menstruation auf diese Art zu dokumentieren, weil es den perfekten Überblick über den eigenen Zyklus bietet.

Tipp: Erstelle den Habit Tracker nach der Monatsübersicht, bevor du deinen Weekly/Daily Log beginnst.



...zum Schluss

Hoffentlich hat dir diese kleine Zusammenfassung einen guten ersten Einblick in das spannende Thema Bullet Journal gegeben. Wie du gesehen hast, ist es das perfekte Werkzeug für jeden, da du es dir genau nach deinen Bedürfnissen zusammenstellen und vor allem jederzeit damit beginnen kannst!

Bullet Journal

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