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▷ Hatha Yoga: Definition, Arten und Stile | Lebenskompass

Hatha-Yoga: Die wichtigsten Stile und Techniken

Während Yoga auf eine lange Tradition zurückblickt, war es ursprünglich rein spirituell ausgerichtet. Erleuchtung durch Meditation hieß das Ziel. Erst wesentlich später erfolgte die Erkenntnis, dass auch körperliche Übungen zum allgemeinen Wohlbefinden des Menschen beitragen. Damit wurde der Weg für das heute so populäre Hatha-Yoga geebnet.

Mit Hatha-Yoga zu Kraft und Ausdauer

Hatha YogaDas aus dem Sanskrit stammende Wort “hatha” bedeutet so viel wie Kraft, Ausdauer oder Energie. Folgerichtig handelt es sich bei Hatha-Yoga um eine sehr körperbetonte Form des Yogas, die gleichzeitig Atem- und Entspannungsübungen beinhaltet. Großer Beliebtheit erfreut sich Hatha-Yoga vor allem in der westlichen Welt und so auch in Deutschland, wo es in den vergangenen Jahrzehnten einen regelrechten Boom erlebte.

Wird hierzulande von Yoga gesprochen, ist damit fast immer Hatha-Yoga gemeint. Angesichts dieser Popularität ist es kaum verwunderlich, dass sich aus den Lehren des Hatha-Yoga im Laufe der Zeit verschiedene Stile, Traditionen und Techniken entwickelt haben. Die wichtigsten wollen wir dir einmal vorstellen.

Kraftvoll und spirituell: Kundalini Yoga

Bekannt wurde Kundalini Yoga Ende der 60er Jahre in den USA. Es vereint kraftvolle Körperübungen mit bewusster Atmung und Mantra-Meditation. Während die dynamischen Übungen unsere Lebensenergie wecken sollen, sind die Mantras Ausdruck von Spiritualität und Hingabe an den Guru.

Bist du musikalisch und auf der Suche nach einem Yogastil, der ebenso körperbetont wie spirituell ist? Dann ist Kundalini Yoga womöglich deine erste Wahl.

Sportlich ambitioniert: Ashtanga Yoga

Bei Ashtanga Yoga handelt es sich um eine ausgesprochen sportliche Form des Yoga. Diese sieht eine festgelegte Reihenfolge an Übungen in Verbindung mit bestimmten Bewegungselementen vor. Dabei wird stets auf einen gleichmäßigen Atem geachtet. Im Rahmen der Übungsfolge werden sämtliche Körperteile beansprucht, was mitunter eine schweißtreibende Angelegenheit sein kann.

Liebst du klare Strukturen und möchtest beim Yoga mal so richtig Dampf ablassen? In dem Fall könnte dir Ashtanga Yoga liegen.

Ein Hohes Maß an Präzision: Iyengar Yoga

Das kraftvolle Iyengar Yoga zeichnet sich durch eine sehr präzise Übungsabfolge aus. Um auch Anfängern oder körperlich beeinträchtigten Menschen die korrekte Ausführung der Übungen zu erleichtern, kommen teilweise Hilfsmittel wie etwa Holzblöcke zum Einsatz.

Da beim Iyengar Yoga der Fokus also auf einem exakten Bewegungsablauf liegt, treten spirituelle Ansätze oftmals in den Hintergrund.

Geht es dir beim Yoga eher um körperliche Fitness und Präzision? Dann ist Iyengar Yoga womöglich genau das, wonach du suchst.

Stark im Trend: Jivamukti Yoga

Beim Jivamukti Yoga werden unter Begleitung von Musik dynamische Übungen einstudiert. Wichtig sind dabei fließende Körperbewegungen. Werden letztere nicht vorschriftsmäßig ausgeführt, greift der Lehrer korrigierend ein.

Auch Mantren, Meditation, Rezitationen aus altindischen Schriften sowie Gespräche über Philosophie bzw. Lebensweisheiten gehören zur Übungspraxis. Zudem wird ein gewaltfreier und veganer Lebensstil vorausgesetzt.

Möchtest du beim Yoga deinen Horizont erweitern und dich mit Gleichgesinnten austauschen? In dem Fall könntest du Gefallen am Jivamukti Yoga finden.

Klar strukturiert und meditativ: Sivananda Yoga

Sivananda Yoga

Beim Sivananda Yoga steht die Rishikesh-Reihe im Mittelpunkt. Diese beinhaltet zwölf teilweise recht anspruchsvolle Übungen, die zur Harmonisierung von Körper, Geist und Seele führen. Während der Übungen liegt die Konzentration auf der Atmung und den Energiezentren. Daneben sind Mantren und Gebete fester Bestandteil des Sivananda Yoga. Bist du auf der Suche nach einem klar strukturierten Übungsprogramm mit weltanschaulichen Aspekten? Dann ist Sivananda Yoga vermutlich eine gute Wahl.

Alles ist gut: Anusara Yoga

Anusara Yoga wurde 1997 von John Friend entwickelt und basiert auf der Tantra-Philosophie. Diese bejaht sämtliche Bereiche des Lebens und sieht das Gute in allem. Im Rahmen der kraftvollen Übungen ist die exakte Ausrichtung sehr wichtig. Weiterhin ist beim Anusara Yoga die Öffnung des Herzens von großer Bedeutung.

Findest du dich in der lebensbejahenden Tantra-Philosophie wieder? In dem Fall könnte dir Anusara Yoga zusagen.

Kreativ und fordernd: Vinyasa Flow und Power Yoga

Beim Vinyasa Flow und Power Yoga werden klassische Übungen neu interpretiert, so dass anspruchsvolle Bewegungsabfolgen entstehen. Diese dienen dazu, die eigene Kraft und Vitalität zu erfahren. Eine intensive Atemführung und Musik sind ebenfalls fester Bestanteil der Praxis.

Möchtest du beim Yoga am liebsten abschalten und deine Kräfte messen? Dann solltest du dich vielleicht für Vinyasa Flow und Power Yoga entscheiden.

Im Schwitzkasten: Bikram Yoga

Bikram Yoga wurde vom indischen Yogameister Bikram Choudhury entwickelt und besteht aus einer Abfolge von 26 Hatha-Übungen. Praktiziert werden diese bei 40-41 Grad Celsius und 40 % Luftfeuchtigkeit. Die schweißtreibenden Temperaturen sollen den Körper entgiften und zu mehr Kraft führen.

Suchst du nach einer besonderen körperlichen Herausforderung? Dann versuche es doch einmal mit Bikram Yoga!

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