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Beruhigungstee - Sorten für innere Ruhe & weniger Stress

Alltagsstress macht krank

Stress und Unruhe sind für die meisten von uns nur allzu vertraute Wegbegleiter: Das tägliche Hamsterrad aus Verpflichtungen, Erwartungen, Selbstkritik und Sorgen startet nicht selten direkt mit dem Aufwachen. Als Folge leiden viele von uns regelmäßig unter Unruhe- und Angstzuständen, Schlafproblemen und zahlreichen weiteren körperlichen und mentalen Stresssymptomen.

Medikamente bergen zahlreiche Risiken

Beruhigungstee für mehr innere RuheStress ist an sich nichts Negatives, sondern ein überlebenswichtiger Mechanismus des Körpers, um in akut bedrohlichen Situationen wacher, aufmerksamer und leistungsfähiger zu sein. Langfristig jedoch beeinträchtigt Stress nicht nur unsere Lebensqualität, sondern macht uns ernsthaft krank. Um dem entgegenzuwirken, bemühen sich immer mehr Menschen um einen bewussten Ausgleich durch Bewegung, Achtsamkeit, genügend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung. Trotzdem greifen viele früher oder später zu Schlaf- oder Beruhigungstabletten. Diese kommen jedoch häufig mit gravierenden Nebenwirkungen und können bei dauerhafter Einnahme sogar zu einer Abhängigkeit führen.

Kräutertees verhelfen zu mehr Entspannung

Eine oft unterschätzte Alternative zu herkömmlichen Beruhigungsmitteln sind Heilkräuter. Gezielt eingesetzt und regelmäßig verwendet, unterstützen sie Körper und Geist dabei, zu entspannen und abzuschalten. Die Phytotherapie, also die medizinische Verwendung von Heilpflanzen, ist dabei alles andere als esoterischer Schnickschnack mit Placeboeffekt: Durch langjährige Erfahrungswerte und verschiedene Studien ist die Heilwirkung vieler Pflanzen gut erforscht und oft auch von der Schulmedizin anerkannt. Eine wunderbare Möglichkeit, mit der du selbst die entspannende Wirkung von Heilpflanzen auf besonders einfache und sanfte Art nutzen kannst, sind Kräutertees.

Die wichtigsten Heilkräuter für deinen Beruhigungstee

Baldrian (Valeriana officinalis) – ein Klassiker unter den Heilpflanzen

Tee zur BeruhigungWährend Katzen auf Baldrian mit Überdrehtheit reagieren, hat er auf Menschen die gegenteilige Wirkung: Baldrian ist der Klassiker unter den pflanzlichen Beruhigungsmitteln, und eine der am besten erforschten Heilpflanzen überhaupt. Schon Ärzte im antiken Rom und Griechenland wendeten ihn aufgrund seiner beruhigenden und krampflösenden Eigenschaften als erfolgreiches Mittel zur Nervenberuhigung an, verschiedene Studien belegen inzwischen die Wirksamkeit. Baldrian erleichtert das Einschlafen und verlängert die Tiefschlafphase – Wissenschaftler empfehlen daher, es bei Schlafstörungen grundsätzlich zunächst mit Baldrian zu versuchen. Häufig sind andere Medikamente dann gar nicht mehr nötig.

Hinweis: Baldrian sollte niemals in Kombination mit Alkohol eingenommen werden.

Johanniskraut (Hypericum perforatum) – ein pflanzliches Antidepressivum

Neben Baldrian ist das Johanniskraut das wahrscheinlich wichtigste pflanzliche Beruhigungsmittel. Johanniskrautpräparate gelten als pflanzliche Stimmungsaufheller und werden oft bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. Zwar ist der genaue Wirkmechanismus noch nicht vollständig geklärt, zahlreiche Studien belegen aber die Wirkung. Es wird vermutet, dass die enthaltenden Flavonoide Hypericin und Hyperflorin die Konzentration bestimmter Botenstoffe regulieren. Neben dem Einsatz als sanftes Antidepressivum gilt Johanniskraut als Heilmittel bei geistiger Anspannung, Erschöpfung, Schlafstörungen und allgemeinen Stresssymptomen. Die Wirkung stellt sich dabei oft erst nach einigen Wochen ein.

Hinweis: Johanniskraut kann die Wirkung der Anti-Baby-Pille beeinträchtigen, darüber hinaus macht die Einnahme die Haut empfindlicher für Sonnenbestrahlung.

Melisse (Melissa officinalis) gegen Stress und Unruhe

Melisse wird vor allem eingesetzt, um nervöse und stressbedingte Beschwerden zu lindern. Das Kraut enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide und ätherische Öle, die das zentrale Nervensystem beruhigen. Die ausgleichenden Eigenschaften der Melisse können zu mehr Entspannung und erholsamerem Schlaf beitragen. Wenn du Zitronenmelisse im Garten hast, kannst du auch aus den frischen Blättern einen Tee zubereiten.

Lavendel (Lavandula angustifolia) – lila Traum mit großer Wirkung

Schon der Gedanke an violett blühende Lavendelfelder hat etwas ungemein Beruhigendes... Von den rund 250 Inhaltsstoffen in Blüten und Blättern sollen besonders die im ätherischen Öl enthaltenen Wirkstoffe Linalylacetat und Linalool einen angstlösenden, beruhigenden und entspannenden Effekt auf die menschliche Psyche haben. Besonders bei Angst- und Unruhezuständen, Einschlafstörungen und leichten Depressionen kommt Lavendel zum Einsatz. Neben der Verwendung in Tee und Pflanzenextrakten wird der herrlich duftende Lavendel auch gerne in der Aromatherapie eingesetzt.

Hopfen (Humulus lupulus) – viel mehr als nur eine Zutat für’s Bierbrauen

Der Hopfen gehört zu den Hanfgewächsen und ist mit dem Cannabis verwandt. Die meist verwendeten weiblichen Blütenstände der Hopfenpflanze enthalten die Bitterstoffe Humulon und Lupulon, die eine schlaffördernde Wirkung haben sollen, sowie ätherische Öle und Flavonoide. Hopfenzapfen werden bei innerer Unruhe, Spannungszuständen sowie Schlafstörungen angewendet. Studien zeigen sedierende Effekte, bislang konnte aber noch kein spezifische Inhaltsstoff dafür verantwortlich gemacht werden. Die Pflanze wird nur selten einzeln verwendet, sondern meist in Teemischungen in Kombination mit Baldrian und Melisse.

Hinweis: Teedosen, die Hopfen enthalten, sollten vor Gebrauch geschüttelt werden, da bei der Lagerung die Drüsenhaare abfallen und den Bodensatz sehr bitter machen können.

Andere Kräuter für Beruhigungstees

Die gute alte Kamille (Matricaria chamomilla) beruhigt nicht nur Magen und Darm, sondern auch unseren Geist, und ist deshalb ein häufiger Bestandteil von Beruhigungstees.

Immer beliebter wird die Passionsblume (Passiflora), die besonders bei Angststörungen, Nervosität und Unruhezustände eingesetzt wird. Die Wirkung hat wird wissenschaftlich noch erforscht: In bisherigen Studien zeigte das Passionsblumenkraut eine sedierende und angstlösende Wirkung sowie entzündungshemmende Effekte.

Darüber hinaus kommen auch Hafer, Lindenblüten, Damiana oder Taigawurzel in Beruhigungstees gerne zum Einsatz.

Dein individueller Beruhigungstee

Kräutertee MischungenDas Gerücht, dass Teebeutel minderwertige Produkte enthalten, ist nicht belegt. Grundsätzlich solltest du einfach bei allen Tees auf gute Qualität achten, idealerweise aus biologischem Anbau. Beim Kauf von Einzelkräutern am besten zur Sicherheit den botanischen Namen auf Korrektheit überprüfen. Du kannst entweder ein einzelnes Kraut verwenden, oder einfach die Kräuter kombinieren, die dich am meisten ansprechen. Beachte jedoch, dass die Wirkung der Einzelkräuter entsprechend geringer wird, je mehr Kräuter du verwendest. Alternativ gibt es natürlich auch fertige Teemischungen zu kaufen. Eine klassische und beliebte Kombination ist ein Tee aus Baldrian, Hopfen und Melisse: Die sich ergänzenden Wirkungsweisen der Kräuter können den entspannenden Effekt noch verstärken.

Für den Beruhigungstee einfach alle drei Kräuter zu gleichen Teilen mischen und am besten licht- und luftgeschützt in einer Teedose aufbewahren. Wenn du magst, kannst du den Tee durch besonders leckere Kräuter geschmacklich verändern: Besonders schöne Ergänzungen sind zum Beispiel Lavendel, Orangenblüten oder Zitronengras, die nicht nur gut schmecken, sondern ebenfalls zur Entspannung beitragen sollen.

Rituale verstärken die beruhigende Wirkung

Am besten ist es, ein kleines, tägliches Teeritual zu kreieren. Durch bestimmte, wiederkehrende Abläufe signalisierst du deinem Körper, dass es jetzt Zeit ist, sich zu entspannen, und intensivierst damit die Wirkung der Heilkräuter. In Japan sind Teezeremonien elementarer Bestandteil der Kultur: Sie sollen den Teilnehmern zu Harmonie, Selbstfindung und innerer Einkehr verhelfen.

Nimm dir 15 Minuten Zeit, um dich ganz auf Zubereitung und Genuss des Beruhigungstees zu konzentrieren, und lass alle Gedanken rund um den Alltag einfach kurz hinter dir. Wenn du möchtest, kannst du den Wohlfühlmoment durch entspannende Musik, eine Duftlampe oder eine kurze Meditation noch verstärken.

Hinweise zur Verwendung von Kräutertees

Zwar wird richtig gelagerter Tee nicht wirklich schlecht, länger als ein halbes Jahr sollte man ihn jedoch nicht verwenden, da dann viele Aroma- und Wirkstoffe verlorengehen.

Grundsätzlich sollten die meisten Kräutertees nicht dauerhaft, sondern lieber kurmäßig getrunken werden. Als Faustregel gelten etwa vier Wochen. Eine längerfristige Einnahme deines Beruhigungstees, ebenso wie die Kombination mit anderen (pflanzlichen oder chemischen) Medikamenten, solltest du immer zuerst mit dem Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker absprechen.

Während Schwangerschaft und Stillzeit ist besondere Vorsicht geboten: Auch wenn Heilpflanzen meist sanfter wirken als pharmazeutische Produkte, solltest du auch hier lieber kein Risiko eingehen.

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